Robert HP Platz
Aktuell

Mitteilungen an die Freunde / News 30 – Februar 2017
 

Seit den letzten Mitteilungen wurde ich vom Deutschen Komponistenverband (DKV) ins Kuratorium des neu gegründeten Musikfonds berufen.

 

Am 22. Februar sendet der SWR (SWR2, 20:03) in der Sendereihe Das Werkgespräch ein zweistündiges Zwiegespräch zwischen Lotte Thaler und mir als Dirigent von Gustav Mahlers Adagio aus der 10. Symphonie. Anhand meiner eigenen Live-Aufnahme mit der Deutschen Radio-Philharmonie (Saarbrücken, Oktober 2014) erörtern wir das Stück, sein zeitgenössisches Umfeld sowie seine besonderen Entstehungsumstände, wobei auch bislang Unbekanntes entdeckt wird…

 

Auch vom Komponisten Robert HP Platz gibt es Neues: Am 6. April spielt Kim van den Brempt die belgische Erstaufführung meines 7. Klavierstücks hören – tombeau de Boulez im Espace Senghor in Bruxelles. Das Centre Henri Pousseur (Liège) mit Jean-Marc Sullon, mit dem ich letztes Jahr den elektronischen Part realisiert habe, besorgt die Technik.

 

Und die schon früher angekündigte, aber dann verzögerte CD mit der von Bernhard Haas eingespielten Aufnahme des zuerst geschriebenen Satzes aus Stunden:Buch ist nun endlich doch erschienen!

 
 
 
Mitteilungen an die Freunde / News 29 – Oktober 2016
 

Am 2.11. spielt das Ensemble Ex Novo die Italienische EA von dur moll. dur war schon zwei Tage nach der Kölner UA im Teatro La Fenice erstaufgeführt worden, jetzt folgt als Sonderveranstaltung wenige Tage vor Schluß der großen Sigmar Polke-Schau im Palazzo Grassi auch moll und die Simultanaufführung beider Werke, die von Polkes Graphiken gleichen Titels inspiriert sind.
 

Am 10.11. folgt in den Tagen der zeitgenössischen Klaviermusik (Musikuniversität Wien) im Arnold-Schönberg-Center die Uraufführung der nicht interaktiven (also auch ohne Midi-Klavier spielbaren) Fassung von Branenwelten 6, gespielt von Clara Murnig (Klavier) und Robert Hofmann (Technik). Neu ist dabei auch der erstmalige direkte Anschluß von Unter Segel an Branenwelten 6: der erste Ton des letzteren Stückes ist der Letzte des vorigen, ein nahtloser Übergang, die Schaffung eines Kontinuums war von vornherein mein kompositorisches Ziel.
 

Schließlich folgt am 18.11. ein Konzert mit dem E-MEX-Ensemble am Japanischen Kulturinstitut Köln mit den Uraufführungen von hören für Klavier & Elektronik und der Simultanfassung aller drei Teile des Zyklus dur moll hören.


 
 
Mitteilungen an die Freunde / News 28 – Juni 2016

 

Am 2. Juli erscheint in der Edition Musica Ferrum der zweite Sammelband der 250 Stücke für Beethoven, ein Projekt der Bonner Pianistin Susanne Kessel. Mein Beitrag Kessel wurde am 25. Februar dieses Jahres uraufgeführt, war auch am 1. Mai zu hören und wird am 2. Juli auf dem Programm eines weiteren Konzerts in Bonn stehen. Das Werk ist im zweiten von insgesamt 20 Bänden der Reihe greifbar.
Selbstverständlich wird bei meinem eigentlichen Verlag Ricordi eine Einzelausgabe erscheinen.
 
Am 3. Juli wird in der Kölner Galerie Holtmann aus Anlaß meines im Sommer bevorstehenden 65. Geburtstags ein Konzert mit dem E-MEX-Ensemble stattfinden. Auf dem Programm steht eine Auswahl aus meiner Kammermusik, dazu kommen die Uraufführungen von dur (für Flöte und Klarinette) und moll (für Streichtrio) – beide Stücke entstanden durch die Begegnung mit zwei Graphiken von Sigmar Polke, die ebenfalls dur und moll heißen. Beide Graphiken werden aus diesem Anlaß in der Galerie zu sehen sein.
dur wird wenige Tage später – am 6.7.2016 – seine Italienische EA haben, es spielen Mitglieder des Ensembles Ex Novo: im Teatro La Fenice in Venedig.
 
 

 
Mitteilungen an die Freunde / News 26 – Januar 2016

 

Mein musikalisches Jahr 2016 beginnt mit einem weiteren Aufenthalt am Ircam in Paris zur Realisation einer vereinfachten, nicht interaktiven ( = ohne MIDI-Instrument spielbaren) Version meiner Komposition Branenwelten 6 für Klavier und Live-Elektronik. Die UA dieser Fassung spielt Clara Murnig am 12. Februar an der Universität für Musik in Wien im Rahmen des Mauricio Kagel Kompositionswettbewerbs.

 

Dieser Ircam-Aufenthalt wird für mich ein besonderer sein, so kurz nach dem Tod von Pierre Boulez, dem Gründer dieser Ausnahme-Institution. Boulez und ich kannten uns seit 47 Jahren... kaum auszudrücken, wie viel ich von ihm gelernt habe, wie viel ich ihm verdanke. Ich verneige mich in Achtung vor seiner Lebensleistung.

 

Im unmittelbaren Anschluss an diesen Arbeitsaufenthalt spielt François Leleux mit dem DSO (Leitung: Franck Ollu) im Festival Ultraschall (Berlin, 24.1.2016) mein Blau See für Oboe und Orchester.

 

Am 25.1.2016 folgt in Würzburg ein Portraitkonzert im Studio für Neue Musik. Gespielt werden meine Werke vom Ensemble der Internationalen Ensemble Modern Akademie (IEMA). Darunter ist auch die interaktive Originalfassung der Branenwelten 6 (Neus Estarella Calderón, Klavier; Augustin Müller, Ircam-Technik) auf einem dankenswerterweise von der Klaviermanufaktur Steingraeber speziell für dieses Stück eingerichteten und zur Verfügung gestellten fantastischen Midi-Instrument. Außerdem erklingt der Zyklus Wunderblock.

 

Die französische Erstaufführung der Gesamtfassung von Wunderblock findet am 31.1.2016 in Paris mit dem Ensemble L’Instant Donné statt.

 

Noch eine Uraufführung: Am 25.2.2016 spielt Susanne Kessel in Bonn als 50. der 250 pieces for Beethoven die UA meiner Klavierkomposition Kessel.

 

Schließlich ist vor Kurzem der sehr lesenswerte, von Henning Eisenlohr begonnene und von Egbert Hiller umfangreich erweiterte und völlig neu ausgerichtete Lexikonartikel über mich in Komponisten der Gegenwart (KdG) erschienen.

 

 

Mitteilungen an die Freunde / News 26 – Dezember 2015

 

Jeweils im Dezember veranstaltet die Villa Massimo ein Konzert in Roms „Auditorio“ mit dem Ensemble Modern. Nach meinem Aufenthalt in der Villa als Ehrengast im Sommer 2014 stand im Dezember 2014 dort Werke der Stipendiaten, von Johann Sebastian Bach, Salvatore Sciarrino und mein Wunderblock mit dem Ensemble Modern auf dem Programm.

Im Abstand eines Jahres erscheint die Aufnahme jedes Konzertes dann als CD, und so ist nun die CD mit der Integralfassung meines Wunderblock über die Villa Massimo zu erhalten (Allegra Giorgolo, Responsabile Stampa e Comunicazione, giorgolo @ villamassimo.de).
 

Darüber hinaus sind einige Erstaufführungen zu vermelden: Im Shanghai Sheng Festival wurde am 18.9.2015 die Chinesische EA meines senko-hana-bi gespielt (Naoyuki Manabe).

Beim Forum Ircam au Brésil in Sao Paulo spielte Gilson Antunes am 4.11.2015 die Brasilianische EA von Closed Loop für Gitarre und Live-Elektronik.

Dieses Stück erlebte am 3.12.2015 in Aubervilliers auch seine Französische Erstaufführung (Clara Parolini, Gitarre, und Remmy Cannedo, Technik IRCAM).

 

 

Mitteilungen an die Freunde / News 25 – Juli 2015

Letztes Jahr im Oktober spielte Heinz Holliger in einem Studiokonzert des SR die UA meines OboenkonzertesBlau See. Es spielte die Deutsche Radio Philharmonie Saarbrücken/Kaiserslautern unter meiner Leitung.

Die Zugabe hatte ich gleich mitkomponiert  - und später um das in Blau See zentrale Duo zwischen Oboe und einem fernen Englisch Horn erweitert.

Am 29. Juli spielt Heinz Holliger nun mit Marie-Lise Schüpbach (EH) bei den
Sommerlichen Tagen in Hitzacker die UA dieses Stückes: See.


Mitteilungen an die Freunde / News 24 – Februar 2015

 
Im Februar gibt es zwei interessante Erstaufführungen meiner Werke, beide in den USA: Am 16.2. wird an der University of California in Santa Barbara auf Einladung von Klarenz Barlow mein Klavierstück mit Live-Elektronik Branenwelten 6 erstaufgeführt. Die Pianistin ist Cristina Valdes, die Technik betreut Lorenz Schwarz.
 
Am 18.2. wird das Konzert auf Einladung des Doyen der Computermusik John Chowning mit denselben Ausführenden an der Stanford University wiederholt.
 
Am 28.2. wird in Seattle dann mein Wunderblock vom Seattle Modern Orchestra unter der Leitung von Julia Tai für die USA erstaufgeführt. Es werden sowohl eine Gesamtaufführung als auch einzelne Sätze (next für Altflöte solo und Kiefer für Bassklarinette und Schlagzeug) zu hören sein. Bei pädagogischen Veranstaltungen im Vorlauf werden auch die Sekundenstücke aus Wunderblock separat (erst-)aufgeführt.
Das Konzert vom 28.2. wird danach für eine Woche auf der Internetseite des Ensembles abrufbar sein.
 
Das Goethe-Institut unterstützt meine Reise nach Californien und Seattle. 
 
 
Mitteilungen an die Freunde / News 23 – Oktober 2014

 

Am 13. September ist im Kölner Dom mein Orgelzyklus Stunden:Buch uraufgeführt worden. Dabei musste der vorgesehene Schlusschor (unter anderem mit Texten von Papst Franziskus) leider entfallen.

Dadurch wird die langfristig vorgesehene Zweitaufführung am 2.11.2014 um 16:00 Uhr im Würzburger Dom nun zur UA der Gesamtfassung. Es spielt wieder Winfried Bönig, es singen die Domchöre Würzburg (Ch. Schmidt) und Köln (E. Metternich).

 

Im Pfau-Verlag erscheint ein Band mit allen meinen seit 1972 entstandenen Texten: ...weil die Welt und wir mit ihr so sind • Texte zur Musik 1972-2014. Herausgeber sind Stefan Fricke und Hella Melkert. Der Band (ISBN 978-3-89727-509-6) hat 350 Seiten und kostet 35,- €.

 

 

Mitteilungen an die Freunde 22 / Oktober 2014

 

Am 10. Oktober werde ich die UA meines Blau, See für Oboe und Orchester dirigieren. Solist in dem Konzert mit der Deutschen Radio-Philharmonie in Saarbrücken ist Heinz Holliger, für den ich das Stück komponiert habe.

Komponiert habe ich mit Benedikt Fohr, dem Orchesterdirektor, auch das ganze Programm: Gustav Mahlers Adagio aus der 10. Symphonie spielen wir vor meiner UA, nach der Pause folgen Archipel von Philipp Maintz und schließlich die 3. Symphonie von Charles Ives, zwei Bewohner meines Hausaltars und einer meiner Schüler also.

 

Das Konzert (20:00) wird von SR2 KulturRadio live übertragen und steht danach für 7 Tage als Podcast auf der Seite des SR zur Verfügung. 

 

 

Mitteilungen an die Freunde 21 / August 2014

Diesen Monat erscheint eine CD bei der Edition Zeitklang mit dem 1999 zuerst entstandenen Satz aus meinem Orgelzyklus Stunden:Buch in der Interpretation von Bernhard Haas, der ihn 2001 auch uraufgeführt hat.

Seit damals ist aus diesem Stück ein insgesamt ca 50-minütiger Zyklus für Orgel entstanden, der mit einer Komposition für Doppel-Chor beendet wird. Für diesen Chor-Epilog habe ich zwei verschiedene, alternativ zu singende Stücke komponiert: ein hochdramatisches Stück auf Texte aus der Apokalypse des Johannes (Textberatung: Mons. Massimo Palombella) für einen professionellen (Doppel-)Chor und ein zweites, sich immer mehr in der Weite des Raums auflösendes Stück auf eine selbst erstellte Textcollage aus Gebeten und Predigten (unter anderem von Papst Franziskus) für zwei Knabenchöre.

 

Dieses zweite Stück sollte am 13. September am Ende der vom Kölner Dom-Organisten Winfried Bönig gespielten Gesamt-UA meines Stunden:Buch im Kölner Dom stehen, wird aber wohl erst zu einem späteren Zeitpunkt aufgeführt werden können: Der Kölner Dom-Chor bestreitet die kurzfristig angesetzte Einführung des neuen Kölner Erzbischofs Kardinal Woelki genau eine Woche nach dem UA-Konzert und ist daher verhindert.



Mitteilungen an die Freunde 20 / Januar 2014

 

Kurz vor Weihnachten gab es ein Wiedersehen mit einigen Skizzenblättern, die seit dem Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln 2009 nicht mehr greifbar gewesen waren. So unvollständig das Konvolut auch gewesen sein mag: es war für mich ein bewegender Moment, diese völlig verloren geglaubten Handschriften in Händen zu halten. Ein hoffnungsgeladener Augenblick.

 

Ich schreibe diese Zeilen in Studio 6 von Ircam, wo ich mit Augustin Muller dabei bin, die Live-Elektronik meines Gitarrenstücks Closed Loop fertigzustellen (UA 2.2.2014, 11:00, Tonhalle Düsseldorf). Die Elektronik greift die Erfahrungen von Branenwelten 5 und 6 auf, indem wir auf Lautsprecher verzichten, um die elektronischen Klänge zusammen mit dem natürlichen Instrumentalklang aus dem Instrument selbst kommen zu lassen. Der Instrumentenbauer Maurice Dupont (Paris) hat uns dafür ein wunderbares Instrument mit unsichtbar integrierter Technik gebaut. 

 

 

Mitteilungen an die Freunde 19 / Dezember 2013 

Mit dem WS 2013-4 trat ich an der Musikhochschule Würzburg eine Professur für Komposition und Ensembleleitung Neue Musik an. Ein erstes Konzert im Rahmen der Würzburger „Tage Neuer Musik" mit Werken von Hans Werner Henze fand am 15. November statt, der Bayerische Rundfunk machte einen Mitschnitt.

 

Den letzten Sommer verbrachte ich als Ehrengast der Villa Massimo in Rom mit Vorarbeiten für die Fertigstellung meines Zyklus Stunden:Buch (UA 13.9.2014 im Hohen Dom zu Köln).

 

Im September erschien bei WERGO eine Portrait-CD mit Werken von Philipp Maintz, darunter fluchtlinie für Bariton (Otto Katzameier) und Ensemble (Scharoun-Ensemble der Berliner Philharmoniker, Leitung Robert HP Platz).

 

Es gibt indes auch Rundfunkanstalten, die freiwillig ihre Möglichkeiten zurückstutzen. Durch kein Argument der Vernunft oder der kulturellen Kompetenz erreichbar, hat der Intendant des SWR, Boudgoust, mit seiner Entourage verfügt, daß mit dem SWR-Orchester Baden-Baden und Freiburg einer der besten Klangkörper der Welt ohne Not aufgelöst wird. Ein von Michael Gielen verfaßter und von 162 Dirigenten unterschriebener Protest-Brief wurde am 13. November in der FAZ veröffentlicht
Der unsinnige Beschluß wurde inzwischen bestätigt. Wir geben aber nicht auf, Kulturfeindlichkeit und Inkompetenz beim Namen zu nennen.

Mitteilungen an die Freunde 18 / Juni 2013

 

Eine von Robert HP Platz' ersten Fragen war, ob ich den Unterschied zwischen meinen eigenen Aufführungen Neuer Musik und solchen klassischer Musiker, die sich ab und zu in das späte 20. oder 21. Jahrhundert verirren, benennen könnte (im Gegensatz zu der Zeit vor 30 Jahren, als ich zu arbeiten begann, nehmen heute viele klassische Solisten einen guten Prozentsatz Neuer Musik in ihr Repertoire auf). Um die Frage beantworten zu können, musste ich mir einen Rückblick auf einige der vielen Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit Komponisten gestatten.


Dies ist ein Zitat aus dem Buch Die Spieltechnik der Violine, das Irvine Arditti und ich über Jahre erarbeitet haben und das nun in diesen Tagen, unterstützt durch die Art Mentor Foundation in Luzern und die Maja-Sacher-Stiftung in Basel, im Bärenreiter-Verlag erscheint.

 

Irvine Arditti schreibt unter anderem über Bogentechnik, Flageoletts, Tabulaturen und Rhythmus. Ich selbst steuere außer der Gesamtkonzeption und Übersetzungen ein Kapitel über Grundlagen der Violine und das Kapitel „Violine und Elektronik" bei, dazu Grifftabellen für Violine und Viola.

 

 

 

Mein Zyklus Branenwelten wurde im letzten Spätjahr fertiggestellt und besteht nun aus den 6 Partituren:
Branenwelten 1 für Streicher
Branenwelten 2 für Flöte solo
Branenwelten 3 für Oboe, Klarinette, Fagott
Branenwelten 4 für Trompete, Horn, Posaune
Branenwelten 5 für Schlagzeug mit Live-Elektronik (Centre Henri Pousseur, Liège)
Branenwelten 6 für Klavier mit Live-Elektronik (Ircam)
Beide elektronischen Stücke sind ohne Lautsprecher konzipiert: Die elektronischen Klänge entstehen im Instrument selbst, im Falle des Klavierstücks wird der Resonanzboden des Flügels zur Membran eines Lautsprechers.
 
Die UA des zuletzt realisierten Stückes Branenwelten 5 für Schlagzeug mit Live-Elektronik steht für den 1. Mai 2013 in der Kölner Philharmonie an. Es spielt Johannes Fischer. Im selben Konzert dirigiere ich neben Werken von Iannis Xenakis auch die UA der Simultanfassung von Branenwelten 1, 5, 6, für Klavier, Schlagzeug (jeweils mit Live-Elektronik) und Streicher. Es spielt das Ensemble Resonanz, die Solisten sind Nicolas Hodges (Klavier) und Johannes Fischer (Schlagzeug). Die Technik (Ircam) betreut Augustin Muller.
 
Vorher bin ich als Dirigent des Orchestre du Conservatoire in Paris (Atelier de Composition, 4. April). Bei dieser Gelegenheit werde ich am Ircam auch bereits mit Jean-Pierre Neuburger, dem Pianisten der französischen Erstaufführung (Ircam, 1. Juni) von Branenwelten 6 arbeiten.
 
Weltweil im Netz wird ein Interview zu empfangen sein, das ich am 25.3.2013 gegen 21:40 MEZ auf France Musique geben werde. 

 
 
 

Rechtzeitig zu den Feiertagen erscheint die CD-Produktion einer Serie von 24 kurzen Kompositionen, die das Philharmonische Orchester des Staatstheaters Cottbus in den Spielzeiten 2009-2012 unter Leitung von Evan Christ uraufgeführt hat.
Die Idee, in vier Spielzeiten dem Publikum jedes Abonnementskonzertes neben herausragenden Werken der Musikgeschichte auch ein Werk der unmittelbaren Gegenwart nahezubringen, sollte Wirkung auch weit über Cottbus und sein schönes Theater hinaus erzielen.
Auf der bei TELOS erschienenen Doppel-CD (TLS 166) ist auch mein im September 2010 uraufgeführtes Orchesterstück Blau, See I dokumentiert.
 

Ein musikalisch reiches Jahr geht zu Ende: Es begann für mich mit einem Aufenthalt im Ircam (Paris) für die letzten Korrekturen an Branenwelten 6 für Klavier und Live-Elektronik und der UA dieses Werks beim Festival ECLAT in Stuttgart.
Weitere Uraufführungen folgten: In der Osternacht (St. Peter in Köln) der Epilog zu meinem Orgelzyklus Stunden:Buch, in der Romanischen Nacht in St. Maria im Kapitol zu Köln mein drittes Streichquartett strings (Echo VII) und schließlich die kleiner besetzte und etwas gekürzte Neufassung meiner Open-Air-Komposition Brücke von den Türmen von Dom, Magnus-Kirche und Dreifaltigkeitskirche in Worms.

 

Aufgrund der Ergebnisse des Klavierstücks wurde ich vom Ircam eingeladen, das Prinzip des selbstklingenden Instruments (elektronische Musik ohne Lautsprecher) in einer Recherche auf die Gitarre zu übertragen. Zwischen den dafür notwendigen Aufenthalten in Paris reiste ich im Oktober (unterstützt durch das Goethe-Institut) zur mexikanischen EA von Branenwelten 6 im Rahmen des Festivals Visiones Sonoras in Morelia und einem Vortrag über mein Werk am Conlon-Nancarrow-Chair an der Nationalen Musikhochschule in Mexico City. Bis Weihnachten arbeite ich im Studio des Centre Henri Pousseur in Liège an der letzten noch ausstehenden Partitur des Zyklus Branenwelten 5 für Schlagzeug und Elektronik (UA am 1.5.2013 in der Kölner Philharmonie, mit Johannes Fischer, Schlzg).

 

 

Zur Uraufführung von strings (Echo VII) schrieb der Kölner Stadt-Anzeiger:

...Zu den begehrtesten Interpreten neuer Streichquartette zählt das Arditti Quartett. Ihm vertrauten Helmut Lachenmann und Robert HP Platz ihre Werke an. Jetzt brachten die Streicher, in der Vierung verteilt, „strings" von Platz zur Uraufführung, als geheimnisvolle, bezaubernde Raumkomposition. Der Kölner komponiert wie für ein Tagebuch, in dem jedes neue Stück, wiewohl vollendet, als Fragment des großen Ganzen fungiert. ...
Aus dem Mittelalter in die moderne Eisenzeit. Eine helle Romanische Nacht in Sankt Maria in Köln.
Marianna Kierspel, Kölner Stadt-Anzeiger, 9.7.2012


 

 Am 6.7.2012 wird in der Basilika St. Maria im Kapitol im Rahmen der „Romanischen Nacht" die Uraufführung der vollständigen Fassung meines dritten Streichquartetts strings (Echo VII) zu hören sein. Das Konzert beginnt um 20:00 und wird live auf WDR3 übertragen.
 
Beim Label NEOS erscheint am 10. Juli die CD Toshio Hosokawa: Solo Concertos Vol. 2 mit Aufnahmen, die ich mit dem Orchestre Philharmonique du Luxembourg und den Solisten Jeroen Berwaerts (Trompete), Olivier Dartevelle (Klarinette) und Rohan de Saram (Violoncello) eingespielt habe (Neos 11208).
 
Am 2. Juli ist um 23:03 in der Reihe SWR2 JetztMusik eine Sendung von Egbert Hiller zur Entstehung meiner Branenwelten 6zu hören. Das Werkfür Klavier und Live Elektronik (Ircam) wurde am 12.2.2012 in Stuttgart im Rahmen von Eclat uraufgeführt.
 
Unter https://vimeo.com/43455485 findet sich im Netz das sehr schöne Video einer Aufführung meiner Komposition Leere Mitte mit Garth Knox und dem Centre Henri Pousseur (Liège) beim Festival Ars Musica in Brüssel.

 

 

Informationen zum Studiengang Ensembleleitung Neue Musik in Maastricht

 

 

Zur Uraufführung von Branenwelten 6 schrieben die Stuttgarter Nachrichten:
„Scharfe Kontraste dazu boten Robert HP Platz' "Branenwelten 6". Klavierklang und Elektronik gingen eine verführerische Symbiose ein, die Zukunftspotenzial besitzt. Im Gestus hochvirtuos, wird immer wieder innegehalten, um der elektronischen Verlängerung der Klänge nachzuspüren. Klangeruptionen, Obertonflirren, perkussive Repetitionsschleifen, in die einzelne Töne geschickt werden, sorgen beständig für Überraschungen. Nicolas Hodges bewältigt die Partitur mit kraftvoll-virtuosem Zugriff und immenser Klangfarbendifferenzierung.”
Stuttgarter Nachrichten, 14.2.2012


Am 12. Februar 2012 um 15:30 ist es soweit: beim Festival Eclat des SWR in Stuttgart wird Nicolas Hodges den neuen Teil des Zyklus Branenwelten uraufführen. 

Branenwelten 6 ist für Klavier mit Live Elektronik geschrieben und bringt eine bahnbrechende Neuerung: Statt dem Klavier eine völlig getrennte Klangwelt aus im Saal aufgestellten Lautsprechern zuzuspielen, wird der Resonanzboden des Klaviers selbst zur Lautsprechermembran. Alle Klänge kommen also aus dem Instrument selbst und bereichern somit nicht nur den Klavierklang, sondern auch die Sensibilität des Pianisten. Denn zum erstenmal ist eine wirklich interaktive Verbindung zwischen Pianist und Elektronik möglich. Die Art und Weise des Spiels verändert die Klänge, die Elektronik wird endlich zum Musikinstrument.
Ermöglicht wurde die Arbeit durch einen Auftrag von Ircam (Paris), SWR (Stuttgart) und CMMAS (Morelia, Mexico). Die technische Assistenz hatte Robin Meier (Ircam). Nach der UA wird mein während der Arbeit geführtes Skizzentagebuch auf meiner Internetseite veröffentlicht.
 
Der Musikautor Egbert Hiller hat die Arbeit begleitet und für den SWR einen Entstehungsbericht geschrieben, den der SWR am 2. Juli 2012 um 23:03 in der Reihe „Jetztmusik" senden wird. Der Mitschnitt des Konzerts ist am 25. April ebenfalls um 23:03  beim SWR zu hören. Ein weiter gefasstes Portrait folgt im BR Klassik am 7. Mai um 22:05 in der Reihe „Horizonte".  
 
 
Am 27. Januar wird in Maastricht meine kurze Studie Carillon vom Glockenspiel der Sint Servaas-Basilika uraufgeführt. Diese Uraufführung und die 6-Kanal-Wiedergabe meiner Komposition Leykams Turm als Installation in der Maastrichter Innenstadt stehen im Zusammenhang mit einer Metakomposition für alle in Maastricht vorhandenen Kirchenglocken und Glockenspiele. Erarbeitet wird sie von den Schülern meiner Kompositionsklasse in Maastricht. Mit dabei sind u.a. die beiden Glockenspiele des Stadhuis und von Sint Servaas und auf dem Vrijthof der Welt größtes transportables Glockenspiel. Dazu kommt noch das größte je versammelte Orchester von Handglockenspielern, zu dem 1000 Schüler aus Maastricht erwartet werden (27.1.2012, 11:30-12:00).

 

Am Samstag, dem 10. Dezember sendet SWR2 (Treffpunkt Klassik Extra von 10:30 bis 12:00) ein Gespräch, das Lotte Thaler mit mir über meine Werke und mein Leben als Komponist und Dirigent geführt hat. Aufnahmen meiner Werke und von mir dirigierte Werke anderer Komponisten runden die Sendung ab.
 
 
"Als Dirigent lotste Platz die jungen, agilen Streicher des Ensemble Resonanz souverän durch die komplexen Strukturen neuester Musik; in Enno Poppes "Wald" musste er gar vier simultan spielende Streichquartette im Auge behalten." Das schrieb die Rheinische Post zu meinem Konzert mit dem Ensemble Resonanz in Düsseldorf. Die vollständige Kritik ist hier zu finden. 
 
Als nächstes stehen zwei Konzerte mit dem Ensemble Resonanz an: Am 5.11. dirigiere ich in der Tonhalle Düsseldorf (Robert-Schumann-Saal) die UA von Branenwelten 1+2 für Flöte (Carin Levine) und Streichorchester, dazu stehen eine UA von Nikolaus Brass sowie Werke von Giacinto Scelsi und Enno Poppe auf dem Programm. Am 3.12. folgen in der Kampnagel-Fabrik in Hamburg nochmals die Werke von Brass und Platz sowie als UA Nader Mashayekhis Irdische Offenbarung für Sopran, improvisierende Stimme, Blechbläser, Schlagzeug und Streichorchester. 
 
 

Eine ganz neue musikalische Erfahrung durfte ich diesen Herbst in Indonesien machen. Bei dem Projekt des Goethe-Instituts Young Composers in Southeast Asia dirigierte ich das Ensemble Mosaik (Berlin) und das Gamelan-Ensemble Kyai Fatahillah (Bandung) bei Konzerten in Bandung, Yogjakarta und Jakarta. Dabei stand am 30.9. in Bandung auch eine Gesamtaufführung meines Ensemblezyklus Wunderblock auf dem Programm.

 
Unmittelbar nach der Rückkehr aus Indonesien veranstaltete die Insel Hombroich unter dem Titel Kanreki (Robert HP Platz und Japan) ein Konzert aus Anlaß meines 60. Geburtstags. Ich dirigierte das Ensemble MdI aus Mailand, dabei erklang auch zum ersten Mal die Fassung next Sekundenstücke (Stücke I & III) aus Wunderblock.

Die Anwesenheit des Shô-Spielers Manabe Naoyuki bescherte uns die seltene Freude, mein senko-hana-bi sowohl in der Originalfassung für Shô als auch in der verräumlichten Version für Flöte und Klarinette zu hören.
 

 

„Halt's Maul und mach was" ist der Titel einer CD, die gerade bei cpo erschienen ist. Sie stellt Werke verschiedener Komponisten vor, die um Texte von Arno Schmidt entstanden und teilweise von der Arno-Schmidt-Stiftung in Auftrag gegeben wurden, darunter auch drei meiner Boutaden für Countertenor und Flöte(n). Die CD folgt weitgehend einem Konzert, das 2007 in Bremen stattfand und in dem die Boutaden von Denis Lakey (Countertenor) und Anne Horstmann (Flöten) uraufgeführt wurden.
 
Im November 2010 war ich zwei Wochen als Gast an der University of California in Santa Barbara. In dieser Zeit fanden eine Reihe von Events statt, darunter ein Konzert mit meinen Werken und ein Dinner, das nach dem Formschema meiner kurzen Komposition Luftbratsche für Viola solo gekocht wurde und bei dem Jacob Adams die Uraufführung der Luftbratsche spielte.
 
Ein weiterer Kalifornien-Aufenthalt steht für Februar im Kalender, wenn Nicholas Isherwood an der Stanford University in Palo Alto die Solofassung meiner Lilith für Bariton und Computerklänge uraufführt. Er singt das Werk noch in einer Reihe weiterer Konzerte: am 5. April in Eugene (Oregon), am 23. Mai in Brüssel, am 24. September in Paris und in der Woche danach in Rom.
 
Musikalisch habe ich das Neue Jahr in Paris am IRCAM begonnen, wo ich als Auftragswerk für das IRCAM, das Festival Eclat (SWR) und CMMAS (Morelia, Mexico) den Part der Live-Elektronik für mein 6. Klavierstück Branenwelten 6 erarbeite. 

 

 

Im Oktober erschien bei NEOS eine Box mit 6 CDs: Darmstadt Aural Documents, composers conducting their own works. Neben meinen Lehrern Wolfgang Fortner und Karlheinz Stockhausen bin auch ich darin mit from fear of thunder, dreams... in einer Live-Aufnahme von 1990 mit dem Ensemble Köln unter meiner Leitung vertreten (NEOS 11060).

 

Am 17. und 19. September wurde im Rahmen des 1. Philharmonischen Konzertes im Staatstheater Cottbus das kurze Orchesterstück Blau, See uraufgeführt. Die Leitung hatte Evan Christ.

Am 21. September wurde in der Reihe Mouvement von 21:00-22:30 Uhr auf SR 2 KulturRadio ein Portrait mit Wolfgang Korb gesendet.

Schließlich noch ein Hinweis auf ein Konzert mit einer Nicht-UA: am 30. September (19:00) spielte der italienische Pianist Alfonso Alberti im Italienischen Kulturinstitut Köln meine Komposition trail aus dem Jahr 1981.
Alberti, der sich bestens mit meinen Werken auskennt und sie teilweise auch schon im italienischen Internet-TV einspielte, hatte bei der Vorbereitung auf Grund von Fehlern in der Druckausgabe einige Fragen. Die zu beantworten fiel mir schwer, da wie bei allen Stücken bis 2008/9 sämtliche Handschriften und Skizzen mit dem Untergang des Historischen Archivs in Köln verschwunden sind. Bislang ist nichts davon gefunden oder identifiziert worden.
Für eine frühere Aufführung hatte ich aber der österreichischen Pianistin Ursula Kneihs die Handschrift von trail photokopiert. Ursula Kneihs war so freundlich, ihre Kopie zur Verfügung zu stellen, und so werden wir demnächst einige Seiten des Manuskripts und später die kompletten Skizzen auf meiner Internetseite ins Netz stellen, sodaß in Zukunft wieder darauf zurückgegriffen werden kann.
Alle Freunde und Kollegen, denen ich im Lauf der Jahre Manuskripte oder Manuskriptkopien gegeben habe, bitte ich herzlich, mir ebenfalls Kopien (gerne als pdf) zuzusenden, damit sie zugänglich gemacht werden können.

 

 

Am 12.5.2010 wird im Teatro dal Verme (Mailand) im Rahmen des Koiné-Festivals die Gesamtfassung von Wunderblock (next für Altflöte solo, Kiefer für Baßklarinette und Schlagzeug, Sekundenstücke für Streichtrio) zum erstenmal zu hören sein (Auftrag der Pomeriggi Musicali, Ivan Fedele). Es spielt das MdI-Ensemble (Mailand) unter der Leitung von Robert HP Platz.


Am 15. Juni eröffnet Prof. Winfried Bönig (Orgel) im Kölner Dom die 50. Saison der Orgelfeierstunden des Kölner Doms mit der Uraufführung von Stunden:Buch 2.


Der Autor Alban Nikolai Herbst weist in seinem neuen Blog begeistert auf die von Robert HP Platz mit dem Deutschen Symphonie-Orchester Berlin, dem SWR-Orchester Baden-Baden und Freiburg und der NDR Radiophilharmonie und den Solisten Irvine Arditti (Violine), Gunhild Ott (Flöte), Bernhard Wambach (Klavier) bei NEOS vorgelegte Hosokawa-CD hin.

 

 

Im Pfau-Verlag erschien soeben das Skizzentagebuch zu TOP, das Platz 2000 bis 2007 - zunächst rein werkbezogen, dann immer offener/freier - geführt hat. Herausgeber ist Stefan Fricke.

Am 25. und 27. Januar 2010 realisierte Platz mit dem Ensemble Aventure ein aus seinem Mexiko-Aufenthalt (2008) entstandenes Projekt mit Komponisten aus Mexiko. Die Konzerte fanden in der Elisabeth-Schneider-Stiftung Freiburg (25.1.2010) und in der Tonhalle Düsseldorf (27.1.2010) statt.

 

Ebenfalls im Januar stehen CD-Aufnahmen für eine weitere Hosokawa-CD bei NEOS an. Es spielt das Orchestre Philharmonique du Luxembourg unter der Leitung von Platz, einer der Solisten ist Rohan de Saram. Die erste CD dieser Reihe mit von Platz dirigierten Werken von Toshio Hosokawa wurde in Frankreich von Res Musica mit dem Preis "Clef de l'année" (Beste CD des Jahres 2009 in der Kategorie Zeitgenössische Musik) ausgezeichnet.

Am 4. Februar 2010 ist in der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf die UA von Branenwelten 1-4 zu hören. Die Solistin ist Cordula Schnorr (Flöte), es spielt das Hochschulorchester unter der Leitung von Rüdiger Bohn.
Das Werk entstand im Auftrag der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf für ein Seminar über neue Spieltechniken mit Solisten der Musikfabrik.
Branenwelten ist ein Zyklus von zunächst vier voneinander unabhängigen Stücken, die auf die Möglichkeit der Simultanaufführung hin konzipiert wurden:
Branenwelten 1 Streicher
Branenwelten 2 Flöte solo
Branenwelten 3 Trio d'anches (Oboe, Klarinette, Fagott)
Branenwelten 4 Blechtrio (Trompete, Horn, Posaune)

 

 

Die Gemeinsamkeit kompositorischen Vorgehens in der Musik und in der Kochkunst erörterten der Hamburger Sternekoch Heinz Wehmann (Landhaus Scherrer) und Robert HP Platz in einem Podiumsgespräch am 4. September in Winsen bei Hamburg im Rahmen eines Konzertes mit dem Ensemble L'ART POUR L'ART. Dabei machte Platz einen spontanen Menuvorschlag und schrieb eine Kurzkomposition für Flöte (Luftflöte) nach identischen Formprinzipien - flötistischen Beistand leistete Astrid Schmeling. Auf dem Konzertprogramm standen unter anderem Danach 1+2 für Flöte und (Fern-)Klavier sowie next und Kiefer aus dem Zyklus Wunderblock.

 

Die Konzert-Uraufführung des Duos für Harfe und Bratsche aus der Radiokomposition Anderswo spielen Florence Sitruk und Hartmut Rohde am 16. September im Rahmen der Niedersächsischen Musiktage im Schloss Jever.

Die Uraufführung von bulk für Altflöte und Orchester steht am 30.9./1.10. im Eurogress Aachen an. Die Aufführung dokumentiert, wie die Stücke von Platz miteinander vernetzt sind: Der Kontext wird durch das dritte der Liebeslieder (Nacht) und den ersten Satz des 5. Klavierstückes Unter Segel hergestellt. Nacht Unter Segel bulk wird dirigiert von Matthias Foremny, die Solisten sind Jean-Luc Menet (Altflöte), Leila Pfister (Alt) und Gabor Kali (Klavier). bulk entstand im Auftrag des Sinfonieorchesters Aachen (mit Unterstützung der Kunststiftung NRW).

Am 11.10. um 12 Uhr findet im Schauspielhaus Köln eine Matinee zum Einsturz des Historischen Archivs der Stadt Köln statt. Lina Beckmann und Andreas Grötzinger vom Schauspielhaus Köln, die Kölner Autoren Werner Rügemer und Eva Weissweiler Katharina Deserno (Violoncello) und Nenad Lecic (Klavier) tragen teilweise unveröffentlichte Texte von Autoren und Komponisten (Jacques Offenbach, Max Bruch, Ferdinand Hiller, Robert HP Platz) vor, deren Manuskripte unter den Trümmern des Archivs begraben wurden. Nachrichten über den Verbleib oder den Zustand meines Archivs sind bisher nicht eingetroffen. Anfang Juni konnte Platz zwar das Erstversorgungszentrum in Köln-Porz besichtigen, viel Hoffnung für seine Manuskripte ist daraus aber leider nicht erwachsen.

 

 

 

Im Rahmen des Festivals Ensemblia in Mönchengladbach werden zwei Werke von Robert HP Platz uraufgeführt. Strings (Echo VII) (3. Streichquartett) ist am 22.5.2009 um 21 Uhr im Wasserturm, (Viersener Straße) zum ersten Mal zu hören. Es spielt das Streichquartett des Ensembles Aventure (Friedemann Treiber und Felix Treiber, Violine, Jessica Rona, Viola und Beverley Ellis, Violoncello). Die erste Nachaufführung steht am 24.5. in Freiburg/Breisgau auf dem Programm.Sekundenstücke für Streichtrio (Wunderblock III) folgt am 24.5.2009 um 16 Uhr in der Deutschen Bank Mönchengladbach. Es spielen Mitglieder der Niederrheinischen Symphoniker (Chisato Yamamoto, Violine, Richard Weitz, Viola und Raffaele Franchini Violoncello).

Eine neue CD mit drei Instrumentalkonzerten von Toshio Hosokawa erschien bei NEOS. Robert HP Platz dirigiert das Deutsche Symphonie-Orchester Berlin, das SWR-Orchester Baden-Baden und Freiburg und die NDR Radiophilharmonie. Solisten sind Irvine Arditti (Violine), Gunhild Ott (Flöte) und Bernhard Wambach (Klavier).

Zum 40-jährigen Jubiläum der Wittener Tage für Neue Kammermusik erschien das Buch Kammerton der Gegenwart, hrsg. v. Harry Vogt und Frank Hilberg. Darin findet sich auch eine Glosse von Robert HP Platz. Auf einer der beiden beigelegten CDs ist Robert HP Platz mit dem Dirigat von PhRYh für 8 Streicher und Klavier von Volker Heyn vertreten, einer Aufnahme aus dem Jahr 1982 mit dem Ensemble Köln und Kristi Becker.

Robert HP Platz hatte dem eingestürzten Historischen Archiv der Stadt Köln 2004 seine gesamten Skizzenbücher, Zettelkästen, Handschriftpartituren und anderes Material übergeben. In einem Schreiben von der Stadt Köln heißt es dazu: „Über den Zustand der einzelnen Archivgüter kann daher zum jetzigen Zeitpunkt wenig gesagt werden. Dies wird erst der Fall sein, sobald die Bergungsarbeiten, Sortierungen und Katalogisierung vollkommen abgeschlossen sind."

 

 

Nach den Uraufführungen von Kiefer am 23.8.2008 in Köln (Erstsendung auf WDR3 am 8.12.2008 um 20:05 Uhr) und Kiefer Sekundenstücke am 9.11.2008 in Berlin steht nun die UA des letzten Einzelstückes aus dem Zyklus Wunderblock bevor. In einem live übertragenen WDR-Konzert des Nieuw Ensemble aus Amsterdam zum 100. Geburtstag von Elliott Carter spielt Harrie Starreveld am 13.12.2008 next für Altflöte solo. Das Stück entstand im Auftrag des WDR und ergänzt zusammen mit weiteren Hommagekompositionen von György Kurtag und Heinz Holliger das Carter-Programm.


Zum 100. Geburtstag von Olivier Messiaen und Elliott Carter dirigiert Robert HP Platz das Pariser Ensemble Alternance am 10.12.2008 im Düsseldorfer Robert Schumann-Saal und wird das Konzert auch moderieren. Das Programm kombiniert Musik von Carter und Messiaen mit Werken von Messiaens Schülern Gérard Grisey und Tristan Murail und einer Komposition von Jonathan Harvey. Im zweiten Teil des Konzerts spielen die Gundecha-Brothers indische Drhupad-Musik.

Vom Sinfonieorchester der Stadt Aachen kommt ein Auftrag für ein Werk für Flöte und Orchester, das den Titel bulk tragen wird. Die UA ist für den Beginn der Saison 2009/2010 geplant. Jean-Luc Menet wird den Solopart übernehmen, die Leitung wird GMD Marcus Bosch haben.
Im Auftrag der Robert-Schumann-Hochschule Düsseldorf wird ein Werk für Kammerorchester im Zusammenhang mit einem Workshop mit Mitgliedern der Musikfabrik entstehen. Der Workshop beginnt Ende 2009, die UA von Branenwelten ist für Anfang 2010 mit dem Hochschulorchester unter Leitung von Prof. Rüdiger Bohn geplant.

 

Mitteilungen an die Freunde 3 (August 2008)

 

Vom 12.-16. Februar 2007 stand das Klavierwerk von Robert HP Platz im Zentrum der 15. Wiener Tage der Zeitgenössischen Klaviermusik. Ursula Kneihs legt nun eine Dokumentation der Kompositions- und Interpretationsseminare sowie der Konzerte auf 19 sorgfältig editierten DVDs vor. /mehr>>


Zu der kürzlich bei NEOS erschienenen CD Robert HP Platz: Klavierstücke (Neos 10715), eine Aufnahme des DLF mit dem Londoner Pianisten Rolf Hind, hat Robert HP Platz inzwischen eine Reihe von Interviews gegeben. /mehr>>


Vom 4.-22. Juni hielt Robert HP Platz einen Workshop/Masterclass auf Einladung des Conservatorio de las Rosas in Morelia (Mexiko) und nahm am dortigen Festival für Neue Musik teil, bei dem eine Reihe seiner Werke aufgeführt wurden. Drei Wochen voll von neuen Erfahrungen, musikalischen, sozialen, kulinarischen, geographischen, von denen er in seinem Reisetagebuch berichtet.
 

Mitteilungen an die Freunde 2 (Mai 2008)

 
Die im letzten Jahr erschienene CD mit dem Ensemble Alternance wurde von der Académie Charles Cros ausgezeichnet. /mehr>>

Der erste auch separat spielbare Teil von Unter Segel (Klavierstück 5) wurde am 31. Mai durch Alfonso Alberti beim col-legno-Festival in Lucca (Toscana) uraufgeführt. Alberti hat auch auch die UA der gesamten Komposition Unter Segel im italienischen Internet-TV (http://www.limenmusic.com) gespielt, die ab Ende Juni 08 online steht.

 

Mitteilungen an die Freunde (Dezember 2007)

 

5.1.2008: Ursendung von Anderswo
Um 23:05 war am 5.1.2008 auf WDR3 die Ursendung des Tonbandstückes Anderswo zu hören, eine Produktion des Studio Akustische Kunst auf einen Text von Alban Herbst. Parallel zur Stereoausstrahlung hat der WDR3 Anderswo auch terrestrisch in 5.1 Surround-Sound gesendet (für den Empfang ist ein spezieller DAB-Empfänger erforderlich).

 

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