Robert HP Platz
Werkkommentar
strange charm (1996/98)
für Klarinette (Bkl.), Schlagzeug, Harfe, Violine und Shô (oder Akkordeon)


Uraufführung: 28.8.1998, Akiyoshidai

Dauer: 13'

Verlag: Ricordi München – Sy. 3440 Part.* / Sti.


Siehe auch die Gesamtfassung up down strange charm.
strange und charm


Die Kompositionen strange und charm entstanden im Frühjahr 1998 im Auftrag des Akiyoshidai Festival & Seminar (Toshio Hosokawa) für die Eröffnung des von dem Architekten Arata Isozaki gebauten International Art Village Akiyoshidai in der Präfektur Yamaguchi, Japan.

Im März 1996 hatte mir Isozaki einen kleinen Plan gezeichnet, wie er sich den neuen Konzertsaal vorstellte; ich entschloß mich, für gemeinsame Aufführungen der beiden Stücke die Anlage dieses offenen und gleichzeitig stillen und konzentrierten Raumes zu nutzen, im musikalischen wie im optischen Sinne.

Beide Stücke sind für ungewöhnliche Instrumentalkombinationen geschrieben: Klarinette (Baßklar.), Harfe und Perc für strange, Violine und shô (û) für charm.

Nichts wird symbolisiert, alles steht für sich selbst, Musik bedeutet nichts anderes als Musik. Und doch: charm ist mit REZITAL und tôku/NAH vielleicht die östlichste Musik, die ich je geschrieben habe, ein Gegenpol zu strange ...
 
Zur Eröffnung  des neuen Saals und gleichzeitig zum 10. Akiyoshidai Festival & Seminar komponiert, ist diese Musik auch bewußt für Japan geschrieben, dieses Land, das ich so lieben gelernt habe, und für einige Freunde, die mich mit diesem Land verbinden: die Mitglieder des Akiyoshidai-Ensembles, darunter Isao Nakamura, Mayumi Miyata und Asako Urushihara, sowie Toshio Hosokawa, dem strange  und Arata Isozaki, dem charm gewidmet ist.

Robert HP Platz



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